Für Gerichte

Die Entscheidung wird veröffentlicht. Die Parteien bleiben unter sich.

Pseudomat ersetzt in Urteilen und Beschlüssen Namen, Anschriften, Geschäftszahlen und Kennzeichen durch Platzhalter — bevor eine Entscheidung in die Datenbank geht oder ein Entwurf ein KI-Werkzeug erreicht.

Typisch in Ihrem Alltag

  • Urteile und Beschlüsse
  • Protokolle mündlicher Verhandlungen
  • Sachverständigengutachten
  • Entscheidungen zur Veröffentlichung

Die Lage

Jede veröffentlichte Entscheidung muss erst durch die Schwärzung.

Entscheidungen sollen öffentlich zugänglich sein — die Menschen darin nicht. Zwischen beidem liegt eine Arbeit, die heute meist von Hand passiert: Seite für Seite, Name für Name.

Von Hand anonymisieren

Suchen, ersetzen, gegenlesen. Bei einem Urteil mit dreißig Seiten und zwölf Beteiligten ist das ein halber Arbeitstag.

Das Kennzeichen übersehen

Namen fallen auf. Ein Kennzeichen, eine Einlagezahl oder ein Firmenname im Nebensatz führen genauso zurück — und bleiben am leichtesten stehen.

KI lieber gar nicht

Zusammenfassen, gliedern, Leitsätze vorschlagen: KI könnte viel abnehmen. Mit Parteinamen im Text kommt sie aber nicht in Frage.

Wofür Gerichte es einsetzen

Sechs Handgriffe, die Pseudomat übernimmt.

Entscheidungen veröffentlichen

Das Urteil geht pseudonymisiert in die Datenbank — einheitlich, mit fortlaufenden Platzhaltern, damit der Text lesbar bleibt.

Akten zusammenfassen

Ein umfangreicher Akt auf wenigen Seiten, vom KI-Modell erstellt — ohne dass ein Parteiname das Haus verlässt.

Protokolle aufbereiten

Aussagen von Zeugen und Sachverständigen gegliedert, Widersprüche markiert. Die Zuordnung zu den echten Namen bleibt im Gericht.

Leitsätze vorschlagen

Aus der pseudonymisierten Entscheidung entwirft die KI Leitsätze und Schlagworte für die Dokumentation. Sie prüfen und übernehmen.

Eingaben sortieren

Umfangreiche Eingaben gegliedert: Anträge, Behauptungen, Beweisanbote — mit Verweis auf die Stelle im Schriftsatz.

Und im Ablauf: automatisch

Pseudomat lässt sich von anderen Programmen bedienen — die Pseudonymisierung wird ein Schritt im bestehenden Ablauf, kein Extra.

Was hier ersetzt wird

Nicht nur Namen — alles, was zu den Parteien zurückführt.

Ein Urteil, wie es veröffentlicht wird

[Kennnummer-1]
IM NAMEN DER REPUBLIK

Das [Organisation-1] hat durch die Richterin [Vorname-1] [Nachname-1] in der Rechtssache der klagenden Partei [Vorname-2] [Nachname-2], [Straße-1] [Hausnummer-1], [PLZ-1] [Ort-1], gegen die beklagte Partei [Organisation-2] wegen EUR 18.400,– s.A. nach der mündlichen Streitverhandlung vom [Datum-1] zu Recht erkannt:

URTEIL.

Die Zeugin [Vorname-3] [Nachname-3] bestätigte, das Fahrzeug [Kennzeichen-1] am Unfallort gesehen zu haben.

Wird ersetzt

  • Namen von Parteien, Zeugen, Richtern und Vertretern
  • Geschäftszahlen und Aktenzeichen
  • Anschriften und Grundbuchseinlagen
  • Kennzeichen, Konto- und Sozialversicherungsnummern
  • Firmen, Behörden, Versicherungen

Bleibt stehen

„Klagende Partei“, „Beklagte“, ein Paragraf, ein Betrag: daran erkennt niemand eine Person — und ohne sie wäre die Entscheidung nicht mehr verständlich.

Der Rahmen

Die Vorgaben für Ihr Haus kennen Sie besser als wir.

Deshalb sagen wir Ihnen nicht, was erlaubt ist. Wir sagen Ihnen, was Pseudomat tut — damit Sie, Ihre IT und Ihr Datenschutz die Frage beantworten können.

Alles zur Sicherheit

Der Text, der hinausgeht, nennt niemanden

Keine Partei, keine Geschäftszahl, keine Anschrift. Die Liste, welcher Platzhalter zu welchem Wert gehört, bleibt im Haus.

Die Erkennung passiert im Haus

Der Schritt, der den Klartext lesen muss, läuft auf einem Gerät in Ihrem Netz — nicht in einer fremden Cloud.

Ein Jurist hat mitgebaut

Franz Kopp berät seit über zwanzig Jahren zu AI Act, NIS2 und Datenschutz und ist Partner bei Pseudomat.

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  1. 01Pseudonymisierung oder Anonymisierung?
  2. 02Was das Haus verlässt — und was nicht
  3. 03Checkliste für den ersten Einsatz